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26. Juli 2022

Erwin war wieder on Tour–Ziel:25000 Euro fürs Kinderkrankenhaus

„Noch ist nicht alles da“, erklärt Erwin Irlbeck, der Anfang Juli eine acht Tage lange Spenden-Radl-Tour durch drei Landkreise gefahren ist. Ein paar Zusagen hat er noch. Der Zielbetrag seiner Spendentour sind 25.000 Euro für ein Spezial-EEG für Neugeborene am Kinderkrankenhaus. „Wir sind auf der Zielgeraden“, meint er optimistisch, doch auf ein paar Euro hoffen er und seine Unterstützer noch.

Mit dem Spezial-EEG, für das Erwin das Geld sammelt, können die Hirnströme bei Neugeborenen gemessen werden. Nach einer problematischen Geburt, beispielsweise mit mangelnder Sauerstoffversorgung, kann das Gerät bei der Diagnostik helfen, sodass auch Assistenzärzte und nicht nur die Spezialisten Probleme schnell erkennen können. Dadurch kann beispielsweise eine spätere Erkrankung an Epilepsie dank schnellerer Behandlung verhindert werden.

Damit das gelingt, hat Erwin Irlbeck, der schon 2021 auf Spenden-Radl-Tour war, seinen Radius diesmal erweitert: Er fuhr auch den Landkreis Dingolfing-Landau und Kelheim ab. Die Tour begann mit viel Rückenwind: Verabschiedet wurde Irlbeck von Landrat Peter Dreier und seiner Frau Petra – sie ist Vorsitzende des Vereins Stille Hilfe, der im Vorjahr 11.000 Euro aus „Erwin on Tour“ erhielt. Zu Beginn radelten außerdem Echings Bürgermeister Max Kofler und der stellvertretende Landrat Fritz Wittmann mit. Dauerbegleitung auf der gesamten Tour waren Dr. Uli Hofmann, früherer Arzt am Kinderkrankenhaus, und Irlbecks Arbeitskollegin Christa Bauer.

Fleischi für Filmdreh mit auf Tour

Mächtig in die Pedale treten musste zu Beginn auch der bekannte Radio-Moderator „Fleischi“, als einziger ohne E-Bike, der für Niederbayern TV einen Beitrag zu „Fleischis kleiner Wanderzirkus“ über Erwin und seine Tour drehte.

Über ein paar Stopps im südlichen Landkreis, auch bei Bürgermeistern, brachten einige Spenden ein. Beim Schloss Neufraunhofen traf Irlbeck Carl Graf von Soden-Neufraunhofen, später bei Adldorf auch dessen Bruder Max-Georg Graf von Arco auf Valley, den er von einem Fest kennt und der einige Anekdoten zum Besten gab.

Im Landkreis Dingolfing-Landau wurde das Pflaster für Irlbeck schon schwieriger. Er machte am Wochenmarkt in Dingolfing Station. Franz Huber, alias „der Bayerische Hias“, war mit an Bord und gab ein paar Lieder zum Besten. So konnte Irlbeck von den Marktbesuchern am Ende doch circa 700 Euro für seine Idee bekommen.

Über Mengkofen ging es dann schließlich nach Bayerbach und Neufahrn, wo es wieder sehr erfreuliche Empfänge gab, beispielsweise bei der Firma Bergmüller mit 750 Euro und der Firma Rieder mit 1.000 Euro. Auch die Bürgermeister in Bayerbach und Neufahrn – wie zahlreiche andere Kollegen – ließen ein paar Scheine springen.

Dann ging es weiter in den Landkreis Kelheim. Auch dort ist Irlbeck weniger bekannt, und so sprudelten die Geldquellen ein bisschen schwächer. Dort wurde Irlbeck aber von Landrat Martin Neumeyer empfangen, der ihm von Anna Schäffer bei Mindelstetten und deren Wirken berichtete.

Besonders schön seien auf diesem Streckenabschnitt die Landschaft, ein Besuch im Kloster Weltenburg, das Übersetzen mit der Radlfähre und ein Abstecher zur Befreiungshalle gewesen, berichtet Irlbeck. Schließlich ging es wieder in heimische Gefilde mit Abschluss in Bruckberg.

Die Stimmung zwei Wochen später ist gut. Für den Spendenbetrag von 25.000 Euro „sind wir auf der Zielgeraden“, sagt Erwin.

Foto:

  • Christian Rieder von der gleichnamigen Heizungsfirma übergab 1.000 Euro.
  • Mit Graf Max-Georg Graf von Arco auf Valley gab es bei Adldorf natürlich ein Bier.
  • Am Wochenmarkt in Dingolfing sammelten die Radler auch dank der Hilfe von Franz Huber, alias „der Bayerische Hias“, und seinen Ständchen am Ende 700 Euro ein.
  • Landrat Peter Dreier schickte die Radlfahrer am 6. Juli auf …