Am Samstag ernteten insgesamt 38 Absolventen der Keramikschule die Früchte ihrer erfolgreichen, harten Arbeit: Acht Absolventen verlassen damit die Berufsschule, 24 die Berufsfachschule und sechs hielten schlussendlich ihre Meisterprüfungszeugnisse in den Händen.
Schon seit jeher ist die Keramikschule Landshut eine gefragte Anlaufstelle für angehende Keramiker aus aller Welt. Von welcher internationalen Relevanz die Schule tatsächlich ist, zeigt sich auch in diesem Jahr beispielhaft an einer Absolventin, die – am weitesten von allen – aus China extra nach Landshut kam, um dort die Meisterschule zu besuchen.
Die Keramikschule entlasse nicht nur „Handwerker mit hoher beruflicher Qualifikation“, so Regierungspräsident Rainer Haselbeck in seinem Grußwort, sondern auch ausgezeichnete Künstler. Gerade die kulturelle Identität sei es auch, die eine erfolgreiche Wirtschaftsregion wie Niederbayern auszeichne. „Und die Keramikschule bringt exzellenten Nachwuchs für die Kultur hervor.“
„Hart arbeitende Vollzeitschüler“
Schulleiterin Veronika Märkl ging in ihrer Ansprache an die Absolventen auch auf die zurückliegenden Herausforderungen ein, mit denen Schüler und Schule während der Corona-Zeit zu kämpfen hatten. Von ständig wechselnden Verordnungen bis zum „gemeinschaftlichen Nasenbohren“ in Form von Tests im Kollegium musste man einiges meistern, bis die Schüler schließlich wieder zurück in die Werkstatt durften.
An der Keramikschule bilde man „hart praktisch arbeitende Vollzeitschüler“ aus. „Ihre Meisterprüfungszeugnisse und Gesellenbriefe haben Sie sich redlich verdient“, so Märkl. „Jetzt liegt es an Ihnen, die Welt besser und keramischer zu machen.“
Die Zeugnisse überreichte die Leiterin der Keramikschule schließlich gemeinsam mit Regierungspräsident Rainer Haselbeck, dem Vorsitzenden des Meisterprüfungsausschusses der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Florian Lang, und – in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz – zweitem Bürgermeister Thomas Haslinger.
Auch in diesem Jahr wurden einzelne Absolventen wieder mit den Förderpreisen der Freunde und Förderer der Keramikschule Landshut, dem Preis der Kastulus-Bader-Stiftung und dem Staatspreis der Regierung von Niederbayern ausgezeichnet.
Die Abschlussarbeiten der Absolventen sind noch bis zum 25. Juli täglich von 10 bis 16 Uhr in den Räumen der Keramikschule, Marienplatz 8, zu sehen. Auch dieses Jahr präsentiere man wieder eine „unglaublich hochkarätige Ausstellung“, so Fachschulkonrektor Rudolf Schepp, der am Samstag durch das Programm führte.
Die Besten und die Preisträger
Den Förderpreis der Kastulus-Bader-Stiftung – Thema: „Mitteleuropäischer Käfer“ – erhielten:
- 1. Preis: Marco Fessler, dotiert mit 1.500 Euro
- 2. Preis: Sandra Schenkel, dotiert mit 1.000 Euro
- 3. Preis: Lieselotta Fritz und Felix Ullmann, jeweils mit 500 Euro
Den Förderpreis der Freunde und Förderer der Keramikschule für das beste Meisterstück erhielten Sandra Ria Eder und Jan Alexander Haas.
Den Förderpreis für die beste Projektarbeit erhielten:
- 1. Preis: Peipei Guo
- 2. Preis: Astrid Rudmann-Zielke und Irene Roller-Vinogradov
Beste Meisterprüfung: Irene Roller-Vinogradov
Einen Notenschnitt von 1,5 oder besser erhielten an der Berufsfachschule: Josef Jäger, Melanie Golz, Lieselotta Fritz, Annabell Kail, Persephone Pileidis, Lina Poschmann, Sandra Schenkel, Simone Schmoll, Tabea Walter und Anne-Marie Schindler. Die Schüler wurden zudem mit jeweils 75 Euro durch die Freunde und Förderer der Keramikschule Landshut gefördert.
Einen Notenschnitt von 1,5 oder besser erhielten an der Berufsschule: Janika Breyer, Janna Moser, Sophia Nase, Rebecca Pilz, Lysann Schönherr und Elisabeth Bronisch.
Den Staatspreis der Regierung von Niederbayern, dotiert mit 75 Euro, erhielt Anne Driessen.
